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Geschichte

Hier finden Sie eine Übersicht über die Geschichte der Siedlung Waldidylle.

Vor 20 Jahren, am 7. Mai 1989, waren in der DDR Kommunalwahlen angesetzt. Sie waren der Anfang vom Ende der DDR.

Wahlen in der DDR waren eine ziemlich übersichtliche Sache. Es gab nur eine Liste, die der Nationalen Front, die alle Kandidaten der Parteien und Massenorganisationen vereinte und eine Entscheidung zwischen verschiedenen Bewerbern ausschloss.

Dieser Stimmzettel wanderte zusammengefaltet in die Wahlurne, weshalb das Wählen spöttisch „Zettelfalten“ genannt wurde. Mit freien und demokratischen Wahlen hatte das wenig zu tun. Ende der 1980er-Jahre wuchs der Unmut gegen diese Art der Wahlen, die Zweifel an den fast 100-prozentigen Wahlergebnissen wurden lauter. Die Kommunalwahlen im Mai 1989 sollten zur Nagelprobe werden. Gewählt wurde auch der Kreistag für Dippoldiswalde. 134 Kandidaten waren dafür aufgestellt.

Einwohner ärgern sich über schlechte Wege und den Abwasserzweckverband
Von Ulrike Körber

Die Idylle trügt in Waldidylle. Zwar lebt es sich recht gut in den beschaulichen Häuschen mitten im Grün, doch Sorgen drücken die Bewohner. Zum Ortstermin am Sonntag machten sich die Bürger Luft.

Aus Waldidylle sei Waldesruh geworden, denn hier bewegt sich scheinbar nichts mehr seit den letzten zehn Jahren. Dass es inzwischen weder einen Laden noch eine Post oder dergleichen gibt, daran haben sich die Bürger gewöhnt, das sei ihrer Meinung nach nicht das Schlimmste. Viel mehr erhitzen sich die Gemüter über die Ortsdurchfahrt, den Straßenzustand, den Schandfleck Erzgebirgsbaude und die unsäglichen Abwassergebühren.

Noch im 19. Jahrhundert erstreckten sich auf dem Gebiet von Waldidylle die Wald- und Feldflächen der Falkenhainer Bauern.

Falkenhain, als ,,Valkenhain" 1329 erstmals urkundlich erwähnt, ist als Waldhufendorf vermutlich kurz nach 1300 entstanden. Der Name des Dorfes hängt mit großer Wahrscheinlichkeit mit dem bekannten Raubvogel zusammen.

Waldidylle liegt mitten im Osterzgebirge in ca. 720 Meter Höhe und bietet dem Erholungssuchenden ein angenehmes Gebirgsklima. Lediglich etwa 200 ständige Einwohner leben hier - weitab vom hektischen Leben unserer Zeit ist Ihnen ein ruhiger Urlaub garantiert, ohne dass Sie auf die Annehmlichkeiten des modernen Lebens verzichten müssen.

Federführend bei der Erschließung von Waldidylle war der Dippoldiswalder Baumeister Karl Klotz. Er errichtete als erstes Haus in der Ortslage die heute nach ihm benannte Klotzbaude, an der ,,in hölzernes Schild in dichterischer Form vonder Ortserschließung berichtet. Unmittelbar danach folgte ein zweites Gebäude, die ,,Villa Waldidylle", welche als Gasthaus und Pension die ersten Urlauber beherbergte. Dieses Haus ist auch der eigentliche Namensgeber für unseren Ortsteil.

Diese Chronik ist als Broschüre, ausgestattet mit einer Reihe aktueller und historischer Fotos anläßlich der 100-Jahr-Feierlichkeiten erschienen und kann zum Preis von 1,50 €käuflich erworben werden. Sie unterstützen damit die Arbeit des Heimatvereines Waldidylle.

30 Jahre nach Ortsgründung erlebte Waldidylle eine 2. Bauphase, in deren Ergebnis der Ort sich um das Doppelte vergrößerte. Grundlage dafür war unter anderem eine für diese Zeit fortschrittliche Erschließung des Baugeländes. 1930 wurde eine zentrale Wasserleitung mit zugehörigem Wasserwerk gebaut, in die Gräben wurden gleichzeitig die Rohre für Abwasser verlegt, da der Bau einer Kläranlage geplant war.

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Hier erfahren Sie alles zur Geschichte der " Erzgebirgsbaude" in Waldidylle. Der erste Beherbungsbetrieb wurde 1903 nachgewiesen. Anfang der 90er Jahre wurde die Baude geschlossen und im Oktober 2014 abgerissen.

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