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Nach 40 Jahren DDR brach mit der Wende 1989 auch für den Ortsteil Waldidylle eine andere Zeitrechnung an.Bis 1990 waren die Ferienheime noch mit FDGB-Urlaubern belegt, danach wurden die Erzgebirgsbaude und der Falkenhorst geschlossen, einzig und allein die Zugspitze blieb im Besitz der Familie Vogler.

Die Betriebsferienheime wurden an Privatpersonen verkauft und zu Wohnzwecken umgestaltet. Die Erzgebirgsbaude wurde von der Treuhand an einen bayrischen Dachdecker veräußert. Das Ergebnis ist ein verwildertes Gelände am Ortseingang, worauf ein Gebäude mit einem frisch gedeckten Dach seit 10 Jahren dem Verfall preisgegeben ist. Auch der Falkenhorst, jetzt wieder im Besitz der Erbauerfamilie, steht leer und verfällt.Angesichts fehlender gastronomischer Angebote und des traurigen Anblicks, den Waldidylle am Ortseingang bietet, ziehen viele Urlauber am Ort vorbei, die Anzahl der Übernachtungen tendiert in den unteren Bereich. Demgegenüber stehen die vielen Bemühungen der Waldidyller, etwas für ihren Ort zu tun.Kurz nach der Wende gründete sich im Ort eine Bürgerinitiative, die sich in der Gemeinde für die Belange unseres Ortsteils einsetzte.Viele Einwohner begannen mit der Renovierung ihrer Häuser und verschönerten ihre Grundstücke. Teilweise wurden die Straßen erneuert, leider verschwanden dabei die seit den 30-er Jahren bestehenden Fußwege.Das Trinkwasser kommt nicht mehr wie bisher aus der Ottertellenquelle. 1999 erfolgte mit großem baulichen Aufwand der Anschluss an das Altenberger Wasserwerk am Galgenteich.Ein großer Einschnitt war die Gemeindegebietsreform. Falkenhain-Waldidylle war einer der letzten Orte, die ab 01.01.1999 zu Altenberg gehörten. Vorausgegangen waren dem heftige Kontroversen im Gemeinderat und eine Bürgerabstimmung, ob unser Ort an Schmiedeberg oder Altenberg angegliedert werden sollte. Es gab auch Überlegungen, Waldidylle von Falkenhain zu trennen und allein nach Altenberg zu gehen. Das hätte eine Trennung der historisch gewachsenen Ortszugehörigkeit bedeutet. Die Geschicke von Waldidylle werden nunmehr von Altenberg in Zusammenarbeit mit dem Ortschaftsrat geleitet.Die vergangenen zehn Jahre haben in unserem Ort Spuren hinterlassen.Nur wenige Urlauber finden den Weg in unsere Waldsiedlung. Neben einigen Stammgästen, die jedes Jahr bei uns zu Gast sind, und unseren Wochenendhausbesitzern kommen in letzter Zeit wieder mehr Wanderer und Tagestouristen durch Waldidylle.

Der Tourismus bestimmt aber nicht mehr unser Ortsleben, es ist ruhiger geworden. Erfreulich ist das Ansteigen der Einwohnerzahl, sie hat sich auf 1 38 (Stand 09.05.2000) erhöht. Weiter geworden sind aber auch die Wege zur Arbeit und die Schulwege unserer Kinder. Die Poststelle wurde geschlossen. Hervorzuheben ist, dass das Lebensmittelgeschäft Schmieder in 2. Generation von Edith und Gerhard Schmieder weiter geführt wird. (Schließung am 30. Oktober 2000, A.W., siehe auch “Der Laden”) Auch das Café Zugspitze wird nach wie vor von Familie Vogler betrieben.

Dem Rückgang der Besucherzahlen im Ort selbst stehen eine nach wie vor schöne und abwechslungsreiche Gebirgslandschaft mit vielen Wanderwegen und versteckten Naturschönheiten, eine ständig wachsende Anzahl von touristischen und gastronomischen Angeboten im Umland, welche sowohl einen Aufenthalt im Sommer als auch im Winter angenehm gestalten, entgegen

Unser 100-jähriges Jubiläum wollen wir dafür nutzen, unseren kleinen Ort wieder mit Leben zu erfüllen und unsere schöne Heimat auch allen Gästen näher zu bringen.

Der Tradition der alljährlich stattfindenden Ortsfeste folgend, will der Heimatverein Waldidylle e.V. zusammen mit der Stadt Altenberg und der Gemeinde Falkenhain ein unvergessliches Geburtstagsfest gestalten und wir hoffen, dass viele Gäste an diesen Tagen den Weg zu uns finden und eine neue alte Urlaubsregion wiederentdecken.

Chronik Waldidylle - 1950 - 1989 |

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