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Geschichte

Hier finden Sie eine Übersicht über die Geschichte der Siedlung Waldidylle.

Der zwischenzeitliche wirtschaftliche Aufschwung unter den Nationalsozialisten förderte die schnelle Ortsentwicklung und brachte auch eine Vielzahl an Ferien- und Wochenendgästen nach Falkenhain und Waldidylle.Eine Expansion des Ortsteiles bis an die Südgrenze von Falkenhain mit dem alten Gemeindeamt als Ortsmittelpunkt wurde ins Auge gefasst, diese Pläne vereitelte der herannahende 2. Weltkrieg.

Anstelle von Urlaubern kamen 1 945 Umsiedler und ausgebombte Familien aus Dresden in den Ort und suchten Wohnraum. So wurde das ehemalige Schwesternheim von der Gemeinde Falkenhain übernommen und als Wohnraum für 4 Familien zur Verfügung gestellt. Sogar das heute als Waschhaus dienende Gartenhaus wurde vermietet. Alle Privathäuser mussten Flüchtlinge aufnehmen, die Menschen wohnten sehr beengt und die Belegungen wechselten häufig. Wie überall stand die Beschaffung von Lebensmitteln an erster Stelle.

Gerhard und Edith Schmieder in Waldidylle schließen nach 70 Jahren ihr Geschäft

von Franz Herz

70 Jahre lang hatte die Siedlung Waldidylle einen Laden für Lebensmittel und andere Waren des täglichen Bedarfs. Gestern schlossen Edith und Gerhard Schmieder ihr Geschäft für immer.

Das Schieferdach ist weit herunter gezogen. Ein Email-Schild wirbt für Zigaretten, der Briefkasten am Haus wartet auf Post und in zwei Schaufenster sind Waren dekoriert. Im dritten Fenster gestaltete der Heimatverein eine kleine Ausstellung zum 100-jährigen Bestehen Waldidylles. Niemand ist zu sehen.

In den fünfziger Jahren kamen mehr und mehr Urlauber in den Ort. Aber auch hier war ein Wandel zu beobachten, private Vermietungen traten in den Hintergrund und der FDGB übernahm den Ferienbetrieb. So kamen 1 955 20.000 FDGB-Gäste in den Kreis Dippoldiswalde, 1959 waren es bereits 36.000.Neben dem Berghof Falkenhorst als FDGB-Heim (seit 1952 Verpachtung, später Verkauf) und der nunmehrigen HO-Gaststätte Erzgebirgsbaude sowie dem Café Zugspitze als FDGB-Vertragspartner entstanden auch Betriebsferienheime.

Gerhard Schmieder
"Wenn einer Blumen verdient hat, dann der Schmieder, Gerhard", davon ist Gabriele Lehnert überzeugt. "Ja, der Gerhard ist Spitze," bestätigt ihr Mann Wolfgang. "Als er noch seinen Laden hatte, machte er alles möglich und witzig war er obendrein. Er hat mich sogar mal mit seinem Auto vom Flughafen in Dresden ab- geholt. Ein Anruf genügt und Schmieder war zur Stelle." In diese Lobeshymne kann Kristina Kaden, die Leiterin des Kinderheimes in Waldidylle, einstimmen. "Gerhard Schmieder hat unsere Kinder immer gerne gehabt. Wenn sie mit einer Mark loszogen, kamen sie mit Sachen für vielleicht fünf Mark wieder zurück." Denn der Griff in die Bonbongläser auf der Theke war ihnen stets erlaubt.

Nach 40 Jahren DDR brach mit der Wende 1989 auch für den Ortsteil Waldidylle eine andere Zeitrechnung an.Bis 1990 waren die Ferienheime noch mit FDGB-Urlaubern belegt, danach wurden die Erzgebirgsbaude und der Falkenhorst geschlossen, einzig und allein die Zugspitze blieb im Besitz der Familie Vogler.

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Hier erfahren Sie alles zur Geschichte der " Erzgebirgsbaude" in Waldidylle. Der erste Beherbungsbetrieb wurde 1903 nachgewiesen. Anfang der 90er Jahre wurde die Baude geschlossen und im Oktober 2014 abgerissen.

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